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TUTZINGER BRAHMSTAGE
14. - 28. Oktober 2007
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TUTZINGER
BRAHMSTAGE
2007




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In diesem Jahr finden die 10. Tutzinger Brahmstage
statt, die inzwischen weit über Tutzings Grenzen hinaus bekannt sind und
überregionale Bedeutung gewonnen haben. Mit insgesamt 5 hochkarätigen
Veranstaltungen spannt das Programm in diesem Jahr einen Bogen von einem
Kammerkonzert mit Gitti Pirner, Ingolf Turban und Reiner Ginzel zu einem Abend
„Musik und Literatur“ über das berühmte Sängerehepaar Vogl auf Gut Deixlfurth,
einem Klavierkonzert für „vier Hände“ mit dem Duo d’Accord und einem
Chorkonzert mit dem Münchner Madrigalchor in der Klosterkirche Bernried bis
hin zu einem Liederabend mit der Berliner Sopranistin Kristina Naudé mit
Werken von Brahms, Strauss und Pfitzner. Ich bin sicher, dass hier für jeden
Geschmack etwas dabei ist. Nach dem großen Erfolg der Brahmstage im Vorjahr
veranstaltet das Kulturbureau Borst aus Krailling diese Reihe nun bereits zum
zweiten Mal für die Gemeinde Tutzing. Ich wünsche den Besuchern dieser
Veranstaltungen schon jetzt wunderbare Konzerterlebnisse.
Peter Lederer, 1. Bürgermeister
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 Die Tutzinger Brahmstage nehmen seit der erstmaligen
Durchführung im Jahre 1997 einen festen Platz im Kulturleben der Gemeinde
Tutzing und des Landkreises Starnberg ein und finden in diesem Jahr bereits
zum 10. Mal statt. Das diesjährige Programm verspricht wieder eine Reihe
glanzvoller Veranstaltungen für die Freunde klassischer Musik. Auch in diesem
Jahr findet einer der Abende in Cooperation mit der Veranstaltungsreihe
„Literarischer Herbst im Landkreis Starnberg“ statt und beleuchtet das Leben
des weltberühmten Sängerehepaares Vogl aus Tutzing im wunderschönen Ambiente
von Gut Deixlfurth. Ich wünsche den Veranstaltern und Mitwirkenden viel Erfolg
und dem Publikum entspannende Stunden bei den Konzerten.
Heinrich Frey, Landrat
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Johannes
Brahms
 Geboren wurde Johannes Brahms 1833 in Hamburg, gestorben ist er 1897 in seiner
Lieblingsstadt Wien. Dazwischen lebte der Komponist einen Sommer lang in
Tutzing, wo ihn die „behagliche Stimmung“ zu einigen seiner wichtigsten Werke
inspirierte. Am Starnberger See vollendete der Spätromantiker 1873 die
Streichquartette in c- und a-Moll. Sogar eine Uraufführung fand in Tutzing
statt: die Lieder und Gesänge op. 59 erklangen erstmals im Musikpavillon des
Ehepaars Therese und Heinrich Vogl, die zu den berühmtesten Sängern jener Zeit
gehörten.
Zur Erinnerung an die Tutzinger Jahre von Brahms – der schon mit 10 Jahren als
Wunderkind galt – hat die weltberühmte Pianistin Elly Ney, ebenfalls eine
Tutzingerin, 1958 die „Tutzinger Musiktage“ ins Leben gerufen. Aus Anlass des
100. Todestages des Komponisten fanden im Oktober 1997 die ersten „Tutzinger
Brahmstage“ unter der künstlerischen Leitung von Christian Lange statt. Dieser
seither jährlich veranstaltete Konzertzyklus hat sich inzwischen zu einem
kleinen, feinen Festival mit überregionaler Bedeutung entwickelt, das in
diesem Jahr zum 10. mal stattfindet. |
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Sonntag, 14. Oktober
Gitti Pirner, Reiner Ginzel und Ingolf Turban
"Frei Aber Einsam – der
Freundeskreis um Brahms"
Kammerkonzert mit Werken von Johannes Brahms, Clara
und Robert Schumann sowie von Albert Dietrich.
Schon mit sieben Jahren gab
Gitti Pirner
ihren ersten Klavierabend und als Achtjährige debütierte sie mit Mozarts
Klavierkonzert A-Dur KV 488. Als sie im Alter von 12 Jahren dieses Konzert in
einer westdeutschen Großstadt spielte, schrieb die WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE
ZEITUNG von einer „künstlerischen Sensation.“ Zu dieser Zeit war sie Schülerin
von Erik Then-Bergh in München. Später studierte sie bei Guido Agosti in Rom,
von wo aus sie an zweiKursen bei Wilhelm Kempff teilnahm, der sie nach
Abschluss dieser Kurse „eine Berufene“ nannte. Eine letzte Unterrichtsepoche
absolvierte sie bei Louis Hilbrand in Genf, wo sie wenig später beim
INTERNATIONALEN MUSIKWETTBEWERB mit dem ersten – ungeteilten – Preis
ausgezeichnet wurde.
Reiner Ginzel studierte bei dem
hervorragenden Pädagogen Prof. Karl Grosch, einem Schüler des legendären
Cellisten Julius Klengel. Erste nationale und internationale
Wettbewerbserfolge schlossen sich an. Durch die Zusammenarbeit mit so
herausragenden Künstlern wie den Komponisten Krzysztof Penderecki und Hans
Werner Henze oder wie den Sängern Dietrich Fischer-Dieskau und Peter Schreier
empfing Reiner Ginzel wertvolle musikalische Impulse. Nachdem er einige Jahre
als Solocellist in verschiedenen deutschen Spitzenorchestern tätig war, berief
ihn die "Hochschule für Musik und Theater München" als Professor an ihr
Institut. Neben seiner internationalen Jury-Tätigkeit (z.B. ARD-Wettbewerb
München) arbeitet er auch für renommierte Musikverlage. Seine besondere
Leidenschaft gilt der Kammermusik, der er u.a. auch als Mitglied des DEUTSCHEN
STREICHTRIOs frönt. Seine Tourneen führten ihn in fast alle Länder Europas
sowie nach Amerika, Afrika, Südostasien bis nach Neuseeland.
Ingolf Turban wurde als Sohn einer Pianistin
und eines Musik liebenden Mediziners in München geboren. Er studierte Violine
in seiner Heimatstadt bei Gerhart Hetzel und empfing weitere Impulse in den
USA bei Dorothy DeLay und Jens Ellermann. Sergiu Celibidache nahm ihn, im
Alter von 21 Jahren, als ersten Konzertmeister bei den Münchner
Philharmonikern auf und riet ihm, sich nach drei Jahren ausschließlich auf
seine Sololaufbahn zu konzentrieren. Als Gast in den Philharmonien von Berlin
und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher
Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder
der Mailänder Scala, arbeitet Ingolf Turban weltweit mit Dirigenten wie
Charles Dutoit, Eliahu Inbal, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin,
Marcello Viotti und Jun Märkl. Neben der großen Violinliteratur von Bach bis
Berg trägt er ein zum Teil nie gehörtes Repertoire mit großem Erfolg in die
Welt. Allein schon sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis feiert
ungewöhnliche Erfolge, wie im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern,
mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der
Fernsehdokumentation „Paganinis Geheimnis“ (merkur.tv 2006). Gleichermaßen
ungewöhnlich ist Turbans steter Einsatz für rares Violinrepertoire aller
Stilrichtungen, dokumentiert durch inzwischen über dreißig CD-Produktionen.
Einst vielbeachtete Ersteinspielungen, sind viele Werke daraus heute in den
gängigen Konzertbetrieb eingeflossen.2005 gründete er das Kammerorchester „I Virtuosi di Paganini“ und wechselte 2006, nach elf sehr erfolgreichen Jahren
als Professor in Stuttgart, an die Hochschule für Musik und Theater in
München.
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Donnerstag, 18. Oktober
Musik + Literatur
Das Sängerehepaar Vogl in Deixlfurth
Therese und Heinrich Vogl waren lange Zeit die
einzigen Tristan- und Isolde-Darsteller in Europa, viele Jahre die
berühmtesten Wagner-Interpreten überhaupt. Ihr erstes Engagement an der
königlich bayerischen Hofoper hatte Therese 1866 zusammen mit Heinrich Vogl,
als Sänger-Ehepaar waren sie so berühmte Wagner-Interpreten, dass sie sich
davon 1875 das Gut Deixlfurth leisten konnten. Sie verwandelten das bestehende
Anwesen in einen modernen Gutshof und machten aus Deixlfurth regelrecht ein
Mustergut. Am genius loci wird ihre Geschichte berichtet – und natürlich Musik
gespielt. Auch Brahms musizierte mit den beiden. Der Bariton Florian Prey und
sein Pianist begleiten den Abend passend musikalisch.
In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe
"Literarischer Herbst im Landkreis Starnberg"
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Sonntag, 21. Oktober,
Piano for four
Duo d’Accord – Sebastian Euler und
Shao-Yin Huang
Das junge deutsch-taiwanesische Ensemble Duo
d'Accord hat sich in den nunmehr sieben Jahren seines Bestehens als eines der
derzeit interessantesten Klavierduos weltweit etabliert. Neben dem raschen
Gewinn der international bedeutendsten Wettbewerbe tragen insbesondere die
beiden bisher veröffentlichten CD's des Duos mit Werken von Max Reger und
Robert Schumann zu diesem Ruf bei, die von der Fachpresse mit Rezensionen der
Superlative bedacht wurden. Shao-Yin Huang und ihr Partner Sebastian Euler
wurden, zunächst als Solisten, an der Musikhochschule München ausgebildet. Auf
Anregung und mit großer Unterstützung ihrer Lehrer Begona Uriarte und
Karl-Hermann Mrongovius begannen sie im Dezember 1999 zusammen zu spielen.
Neun Monate später gewann das Duo den zweiten Preis beim ARD Wettbewerb 2000
und erregte damit europaweit Aufsehen. 2001 folgte beim weltweit bedeutendsten
Klavierduowettbewerb Murray Dranoff in den USA der erste Preis. Seitdem
konzertiert das Duo d'Accord in vielen Ländern Europas sowie in den USA und in
Asien. Neben reinen Klavierabenden spielen die beiden Pianisten auch gemeinsam
mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem
Münchner Kammerorchester, der Württembergischen Philharmonie oder dem Miami
Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Heinrich Schiff, Howard Griffiths oder
Christoph Poppen.
Programm
Für Klavier zu vier Händen:
Franz Schubert Variationen über ein Thema aus der
Oper "Marie" D 908
Johannes Brahms Variationen über ein Thema von
Robert Schumann op. 23
Johannes Brahms aus den Ungarischen Tänzen
Franz Schubert Sonate C-Dur "Grand Duo" D 812
(Allegro moderato, Andante, Scherzo. Allegro vivace, Finale. Allegro vivace´)
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Freitag, 26. Oktober
Chorkonzert mit dem Münchner
Madrigalchor
1966 trafen sich im Max-Planck-Institut für
Biochemie auf Anregung des Physikers und Musikwissenschaftlers Dr. Franz
Brandl Mitarbeiter verschiedener Nationen zum gemeinsamen Singen. Von Anfang
an ergab sich daraus eine Programmvielfalt in Sprache und Repertoire. In
diesem acappella-Ensemble, das sich zum Münchner Madrigalchor entwickelte,
sind nach wie vor überdurchschnittlich viele junge Mitglieder vertreten. Im
Frühjahr 1994 nahm der Münchner Madrigalchor am internationalen Chorwettbewerb
in Riva del Garda teil und wurde mit zwei Silbermedaillen ausgezeichnet. Als
einmaliges Ereignis erlebten die Chormitglieder ihren Auftritt beim Konzert
der Drei Tenöre mit José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti am 3.
August 1996 im Olympiastadion München.
Zu hören sind Werke von Johannes Brahms, J.S. Bach,
Lajos Bardos, Franz Liszt, Igor Stravinskij, P. I. Tschaikovskij und S.
Rachmaninov
Leitung: Franz Brandl
Winfried Englhardt, Orgel, Ursula Billig, Violine,
Rüdiger Graf Castell und Gerhard Figge, Cello, Janina Knothe, Sopran, Martin
Unterholzner, Tenor
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Sonntag, 28. Oktober
Liederabend
Kristina Naudé, Mezzosopran; Daniela Braun, Violine
und Viola; Ulrich Naudé, Klavier
Mit Werken von Johannes Brahms, Richard Strauss und
Hans Pfitzner
Kristina Naudé studierte an der Universität
der Künste Berlin und belegte Meisterkurse bei Ernst Haefliger, Elisabeth
Schwarzkopf und Josef Loibl. Ihre bisherige künstlerische Tätigkeit umfasst
neben diversen Konzerten und Liederabenden im In- und Ausland auch
Fernsehauftritte und Rundfunkaufnahmen sowie Engagements bei den Bad
Hersfelder Opernfestspielen, am Musiktheater Görlitz, am Theater Putbus/Rügen,
am Goethe-Theater Bad Lauchstädt und am Schlossparktheater Berlin, außerdem
bei verschiedenen Berliner Opernensembles.
Daniela Braun studierte an der Hochschule
für Musik „Hanns Eisler“ bei Joachim Hantzschk und Eberhard Feltz sowie an der
Universität der Künste Berlin in der Klasse von Antje Weithaas. Meisterkurse
bei Christoph Poppen, Mauricio Fuks und Igor Ozim. Konzertmeistertätigkeit
u.a. bei der Kammerakademie Potsdam, der Jungen Sinfonie Berlin und der Neuen
Opernbühne. Zwei Jahre beim Rundfunksinfonieorchester Berlin. Mitglied der
Staatskapelle Berlin.
Ulrich Naudé studierte Klavier bei Vida
Kalojanova an der Hochschule der Künste in Berlin. Er besuchte außerdem
Liedbegleitungskurse u.a. bei Wolfram Rieger und Dietrich Fischer-Diskau.
Neben Auftritten als Solist und Kammermusiker ist er regelmäßig als
Liedbegleiter tätig, u.a. 2003 bei der Konzertreihe „Das Lied in Dresden“ für
den Mitteldeutschen Rundfunk, in der Philharmonie Berlin bei einem Konzert der
„Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie“ und im Januar 2005 beim
Festival „La Folle journée“ in Nantes, Frankreich mit der Sopranistin Annette
Dasch.
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Die TUTZINGER BRAHMSTAGE wurden gefördert von:
Landkreis Starnberg, Gemeinde Tutzing,
Kreissparkasse München Starnberg,
Freundeskreis Tutzinger Brahmstage e.V.
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