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9. - 23. Oktober 2011
Johannes Brahms
verbrachte den Sommer 1873 in Tutzing und ließ sich vom
wunderschönen Ambiente zum Komponieren inspirieren. Deshalb wurden
1997 die Tutzinger Brahmstage ins Leben gerufen,
die sich rasch als anspruchsvolles und renommiertes Musikfestival
etablierten. Mit großer Freude und nicht ganz ohne Stolz präsentiert
der veranstaltende Freundeskreis Tutzinger Brahmstage e.V.
im Jahr 2011 die 14. Tutzinger Brahmstage mit hochkarätigen
Künstlern und einem besonders facettenreichen Programm-Konzept.
Im Eröffnungskonzert am Sonntag, dem 9.
Oktober, spielt das berühmte Minguet Quartett, welches von
dem Bratschisten Gérard Caussé und vom weltweit gefeierten Pianisten
FlorianUhlig zu verschiedenen Kammermusik-Besetzungen ergänzt wird.
Den programmatischen Rahmen bilden das selten aufgeführte Quintett
opus 17 für Streichquartett und Klavier vom langjährigen engen
Brahms-Freund Heinrich von Herzogenberg und das erlesene
Streichquintett opus 111 von Brahms.
Beim zweiten Konzertabend am Freitag, dem
14. Oktober, tritt das renommierte Diogenes Streichquartett
und der Pianist Andreas Kirpal im Zusammenspiel mit dem großartigen
Jazz Quartett Max Grosch auf. Diese scheinbar verwegene Kombination
verbindet in einzigartiger Weise zwei verschiedene Musikwelten - die
der Kunstmusik und die des Jazz - durch ihren kongenialen
musikalischen Geist. Zunächst erklingen berühmte Werke von Brahms im
klassischen Originalgewand, bald darauf werden sie zum thematischen
Material atemberaubender Jazz-Improvisations-Kunst. Dabei
verschmelzen Klassik und Jazz zu verblüffend neuen Formen
musikalischer Einheit, die sowohl die Klassik-Liebhaber als auch die
Jazz-Fans begeistern werden.
Das vierte Konzert am Mittwoch, dem 19.
Oktober, knüpft an die Tradition herausragender
Lied-Interpretationen im Rahmen der Tutzinger Brahms-Festivals an.
Zusammen mit seinem Piano-Partner Gerold Huber singt der Bariton
Christian Gerhaher „Die schöne Magelone“, das große Meisterwerk von
Brahms in der Gattung Lied-Zyklus. Schriftsteller Martin Walser hat
dafür neue Überleitungstexte verfasst - und er wird sie an diesem
Abend persönlich vortragen.
Mit dem fünften Konzert am Sonntag, dem
23. Oktober, schließt der Programmbogen der Tutzinger
Brahmstage 2011, indem er zur musikalischen Gattung des ersten
Konzerts zurückkehrt – zur Kammermusik. Das Duo mit Linus Roth
(Violine) und José Gallardo (Klavier) wird den furiosen
Abschlussabend gestalten - mit Violinsonaten von Ludwig van
Beethoven und Johannes Brahms gefolgt von einem leichtfüßig-heiteren
Ausklang mit Modernem und Folkloristischem vom
Strawinsky-Divertimento bis zum Piazolla-Tango.
Thomas H. Zagel
Programm